seit 1/2026 – Mitarbeit für Kommunikation und Projekte in der Lübecker Possehl-Stiftung. Besondere Aufgaben sind dabei die II Begleitung von Förderprogrammen, die II Betreuung der Possehl-Preise und die II Entwicklung von neuen Stiftungsveranstaltungen. – Die Stiftung ist eine der größten in Deutschland und fördert „alles Gute und Schöne” in Lübeck: das schöne Bild der Stadt und ihrer Anlagen, gemeinnützige Einrichtungen, die Jugend, Kunst und Wissenschaft, und die Unterstützung von Menschen in sozialer Not. Sie kann auf eine über hundertjährige, erfolgreiche Arbeit für die Hansestadt zurückblicken. – In den vorangegangenen Jahren machte ich oftmals ambivalente Erfahrungen in der Arbeit mit Förderprogrammen der öffentlichen Hand auf Europäischer, Bundes- sowie Landesebene in Berlin und in Sachsen-Anhalt. Eigentlich hilfreiche Programme sind hochbürokratisch und damit kräfteraubend angelegt und werden immer wieder von einer Verwaltung, die alles richtig machen will, ewig administriert und geprüft. Das führt leider oft zu großen Energieverlusten und nur noch halber Freude bei den eigentlichen Adressaten. Der Neubeginn bei der Possehl-Stiftung in Lübeck ist für mich nun die große Vergewisserung, dass Förderpolitik durchaus wohlwollend, bürgerfreundlich und angemessen unkompliziert funktionieren kann.
Archiv der Kategorie: Strategien Workshops
Leitung Regionalmanagement LEADER/CLLD
Strategie, Projektentwicklung, Beratung, Beteiligung
7/2023–3/2026 – Leitung Regionalmanagement LEADER/CLLD für die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Magdeburg für Europa (festangestellt) – Europäisches Förderprogramm, 3 Mitarbeitende, Budget 11 Millionen, Förderzeitraum 2023-2028

Vorrangiges Ziel der LAG ist es, in den kommenden Jahren II Aktionen und Projekte zur Aufwertung der Landeshauptstadt Magdeburg im Rahmen des Förderprogramms LEADER/CLLD umzusetzen. II Basis ist die Lokale Entwicklugnsstrategie „Von Freiräumen zu Möglichkeiten“ mit den Handlungsschwerpunkten Entwicklungsräume, Begegnungsräume und Lebensraum Mensch–Natur. MD4EU möchte außerdem die Themen Europa, europäische Werte und Europäische Union innerhalb der Stadt positiv beleben.
Ziele und Ansätze finden sich hier: Lokale Entwicklungstrategie
Foto: Blick auf Magdeburg, 2019 © Harald Krieg
„Feeling East? Leben im Osten“
Redaktion
Jan–Mai 2023 freie Mitarbeit Machbarkeitsstudie für das Ausstellungs- und Beteiligungsprojekt „Feeling East? Leben im Osten“ – Die Landeshauptstadt Magdeburg plante für 2027 ein großes Festival zu den besonderen Narrativen, Bedürfnissen aber auch kulturellen und wirtschaftlichen Neuanfängen wie auch Verwerfungen in den neuen Bundesländern und wie man damit umgehen könnte. Als Entscheidungshilfe für die Bewilligung des Budgets durch den Stadtrat wurde das Kulturhistorische Museum Magdeburg mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Meine Aufgabe war, diese komplexe Fachstudie redaktionell zu begleiten und in zwei ansprechenden Fassungen (lang und kurz) aufzubereiten.
Evaluation Kinder- und Jugendbeteiligung in Magdeburg
Workshop

26.4.2023 Veranstaltet durch die II Katrin Thäger Koordination für Kinder- und Jugendbeteiligung sowie Kinderbeauftragten der Stadt Magdeburg II Uta Belkius Konzept, Moderation/Durchführung und Nachbereitung
Die Steuerungsgruppe Kinder- und Jugendbeteiligung der Landeshauptstadt Magdeburg fand diesmal mit einem Sonderformat statt. Es sollte in einem diskursiven und konstruktiven Umfeld die bisherige Zusammenarbeit der Steuerungsgruppe seit 2021 reflektiert und dabei Herausforderungen aber auch Meilensteine zusammentragen werden. In einem zweiten Schritt standen Erwartungen, Zielstellungen und Wünsche für die zukünftige Zusammenarbeit im Fokus. Die Teilnehmenden arbeiteten sowohl in Kleingruppen als auch im Plenum. Dabei kamen unterschiedliche verbale und nonverbale Formate zur Anwendung. Die Ergebenisse wurden gemeinsame finalisiert und durch die Auftraggeberin dokumentiert.
Lokale LEADER-Entwicklungsstrategie für Magdeburg
Strategie, Beteiligung

März–Juli 2022 Das europäische LEADER/CLLD-Programm zur Förderung, ursprünglich des strukturschwachen, mittlerweile des ländlichen Raumes insgesamt, ist in dieser Förderperiode 2021–27 erstmals in Sachsen-Anhalt auch für Großstädte geöffnet worden. Das betrifft die Landeshauptstadt Magdeburg sowie Halle (Saale). Um künftig vor Ort in Magdeburg Projekte mit den Fonds ELER, ESF+ und EFRE unterstützen zu können, braucht es als Basis allen Handelns eine Lokale Entwicklungsstrategie (LES) die ein verbindliches Leitbild kreiert sowie Ziele und Handlungsfelder definiert. Diese wurde von März–Juli 2022 mit einem breit angelegten Beteiligungsverfahrens und in Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Verein Magdeburg für Europa e.V. erarbeitet.
II Stadtplanungsamt Landeshauptstadt Magdeburg Träger II Magdeburg für Europa e.V. Herausgabe II Uta Belkius Projektleitung und Erstellung LES
komplette Fassung Lokale Enwicklungsstrategie Magdeburg 2022
Einleitung + Kurzfassung Lokale Entwicklungsstrategie MD 2022 / Überblick
weitere Informationen auch unter www.md4eu.de
Claimentwicklung für die AG Wissenschaft Magdeburg
Kommunikation und Kommunalpolitik
Seminar
Ein kleiner Einblick in die Welt des Kommunizierens und was das mit politischer Arbeit vor Ort in den Kommunen zu tun hat. Es wurden wichtige Themen der Kommunikation kurz angerissen und im gemeinsamen Gespräch anhand von Praxisbeispielen aus der Kommunalpolitik vertieft. Folgende Fragen spielten eine wichtige Rolle: Wie funktioniert Kommunikation grundsätzlich; Verstehen und Verstanden werden? Wie lassen sich Ziele der Gremien vor Ort mit den Bedürfnissen der Menschen abgleichen und verbinden? Wie funktionieren Gruppen (Systeme) und Prozesse grundsätzlich und was ist in der Kommunalpolitik besonders zu beachten? Was tun bei Konflikten?
19.7.2021 – online für Mitglieder der II Grünen Kommunalpolitischen Vereinigung Sachsen-Anhalt – Training/Leitung II Uta Belkius
Zukunftswerkstatt (Kultur-)Region Magdeburg 2030
Strategie, Projektentwicklung, Beratung, Beteiligung
Mai 2019–April 2020 Aus Anlass der Bewerbung Magdeburgs zur Kulturhauptstadt Europas 2025 startete die Landeshauptstadt Magdeburg gemeinsam mit den drei Landkreisen Börde, Jerichower Land und Salzlandkreis die „Zukunftswerkstatt Region Magdeburg 2030“. II Uta Belkius Initiierung, Konzept, Leitung
Interdisziplinär wurde in Workshops vor Ort, mit Fachgesprächen, einer Online-Beteiligung und einer abschließenden, gemeinsamen Regionalkonferenz gefragt, welche gemeinsame Rolle wir als Region spielen wollen und mit welchen Projekten und Maßnahmen wir diesen Weg gehen können und müssten. Eingeladen waren Akteure aus Kultur, Politik und Verwaltung sowie Einwohnerinnen und Einwohner aus der gesamten Region.– Relativ schnell wurde klar, dass es unbedingt sinnvoll ist als Kultur-Region zusammenzuwachsen. Allerdings sollte das in gelebter Zusammenarbeit passieren und nicht nur als Idee auf dem Papier. Deshalb wurden auf Basis gemeinsamer Bedarfe Pilotprojekte entwickelt, die allen Beteiligten helfen für eine Weiterentwicklung und eine gemeinsame Kultur-Identität, überregionale Strahlkraft haben und zugleich auch die Synergieen vor Ort nutzen. Ausführlich sind der Prozess, die Handlungsfelder sowie die Pilotprojekte in der Abschlussdokumentation beschrieben.
Abschlussdokumentation (Kultur-)Region Magdeburg 2030 _ 2020-04-30
29.9.2020 Die Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Magdeburg (RPM) hat einstimmig beschlossen, den Weg zu einer gemeinsamen Kulturregion Magdeburg fortzusetzen, die Pilotprojekte der Zukunftswerkstatt weiterzuentwickeln und als wichtige, strategische Arbeitsbasis für alle weiteren Überlegungen ein aktuelles Integriertes Regionales Entwicklungskonzept (IREK) auf den Weg zu bringen.
Training Friedliche Kommunikation
Arbeits– und Übungsgruppe in Magdeburg
10/ 2018-12/2022 Treffen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Kommunikation zum theoretischen Austausch als auch zum praktischen Üben – vor allem in Anlehnung an II Marshall Rosenberg / Gewaltfreie Kommunikation (GFK). Weitere Modelle wie die II Transaktionsanalyse oder das II Harvard-Konzept kommen zum Tragen. Bei Bedarf fließen kreativ-spielerische Formate ein aus dem II Psychodrama oder der II Gestaltarbeit.
II Dorothea Gerste und II Uta Belkius
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Coop. HUMBOLDT-DSCHUNGEL
Diskurs zum Humboldt Forum
Nov. 2014-Juli 2018 Coop. HUMBOLDT-DSCHUNGEL (Uta Belkius, Notker Schweikhardt, Wibke Behrens) war eine künstlerische Intervention, die der barocken „Schloss“-Gebäudehülle des Berliner Humboldt Forums eine neue Dimension hinzufügt. Ein ergänzendes, künstlerisches Konzept für eine Begrünung von Fassade und Umfeld sollte schon von außen auf das Innere des Forums mit seinen Sammlungen einstimmen. Es sollte das historisierende Gebäude begreifbarer machen und eine Brücke schlagen zur vielschichtigen Gegenwart – die Diskrepanz zwischen Inhalt und Form überwinden.
Als die Finanzierung der barocken Fassade 2014 über einen längeren Zeitraum nicht gewährleistet war, gab es tatsächlich ein realistisches Zeitfenster für ein Innehalten und Überdenken des rekonstruktivistischen Ansatzes des „Schloss“-Nachbaus. Eine alternative Fassadengestaltung wie von uns angedacht wäre dabei nicht nur kostengünstiger sondern vor allem auch inhaltlich stimmig und modern gewesen. Zu den entwickelten Ideen gehören eine ergänzende II Grünfassade mit vorgelagerten II Garteninseln aus Pflanzengesellschaften verschiedenster Kulturen in Kombination mit II Kunstobjekten, ein II Dachgarten, ein II Gewächshaus–Pavillon oder die via Internet vernetzten, begehbaren II Humboldt-Container als „Botschafter“ auf Weltreise. Zum Kontext Natur und Kultur gibt es Aktionen, Gespräche oder Workshops.
mehr unter www.humboldt-dschungel.de
Bild: © Uta Belkius – Vorlage: Humboldt Forum © SHF/ Architekt: Franco Stella mit FS HUF II Dank an monokrom für die Unterstützung bei der Visualisierung und an MINIWIZ für die Planung des Pavillons
Ursprünglich entstanden ist die Idee einer Begrünung im Herbst 2014, als bekannt wurde, dass beträchtliche Summen für die privat finanzierte „Barockfassade“ wohl nicht zusammenkommen (Spiegel 47/2014). Unsere Idee war seinerzeit als „temporäre“ Aktionen gedacht, um die Lücken im Fassadenbereich inhaltlich tiefgründig zu besetzen und BerlinerInnen sowie Gäste schon während der Bauphase auf die Idee des Humboldt Forums einzustimmen. Wir bekamen regelmäßig begeisterte Rückmeldungen auch in der Presse. – Mittlerweile werden die Fassaden „barock“ vervollständigt und Veranstaltungen an der Schnittstelle Kultur, Kunst und Wissenschaft finden am neuen Standort statt. Das Problem der Diskrepanz von Inhalt und Hülle des Gebäudes bleibt jedoch bestehen, wie in Presse und Öffentlichkeit immer wieder beanstandet. Und das wird auch in Zukunft für Unbehagen sorgen. Deshalb halten wir an unseren Anliegen fest. Uns ging es sowohl mit einer kuratierten Begrünung als auch mit korrespondierenden Aktionen im Umfeld des Baus um dessen zeitgemäße Ergänzung und Aufladungen, seine Anbindung an den „Puls von Berlin“ und vor allem seine Aneignung im Sinne des Inhalts der beherbergten Sammlungen und Institutionen als auch der Namensgeber.
Inhaltliche Ziele II Das Zusammenspiel von Kultur, Kunst und Wissenschaft im Inneren des Gebäudes auch Außen begreifbar machen. II Den interdisziplinären, forschenden Denkansatz der Gebrüder Humboldt versinnbildlichen. II An Herkunft und Inhalt der beherbergten Sammlungen anknüpfen. II Den Herkunftsvölkern der Sammlungen als auch den unterschiedlichen Institutionen des Forums im Außen ein Gesicht geben. II Gegner und Befürworter des „Schlosses“ versöhnen II Symbol sein für Berlin, als einen Ort mit Historie und modernen Zukunftsvisionen, wo Stadt und Museum kreativ neu gedacht und gelebt werden.
Städtebauliche Ziele II Die historische Mitte als lebendigen Ort für alle Generationen erhalten. II Statt einer „einfachen“ Verlängerung der Reihung historischer Gebäude, die „Linden“ mit einem unverwechselbaren Highlight abschließen (Elbphilharmonie-Effekt). II Museumsbesuchern wohltuend-grüne Erholungsmöglichkeit bieten und dabei nötige Wegeflächen freihalten. II Den sehr mangelnden Grünflächenanteil im Altbezirk Berlin Mitte ausgleichen. II Verschiedene Zeitschichten Berlins repräsentieren von der Gründung bis zur Gegenwart. II Mit dem renommiertesten Kulturbau Deutschlands Impulse setzen für innovatives Bauen und für eine Stadtentwicklung, die verschiedenste Ebenen integriert. II Die steingeprägten Sichtachsen von der Mühlendammbrücke Richtung Dom und umgekehrt auflockern.
Wir wollten, dass das Humboldt Forum auch äußerlich zu einem Wahrzeichen einer humanistisch-demokratischen Tradition wächst – für die die Gebrüder Humboldt standen – und zu einem abwechslungsreichen Ort, mit dem sich sowohl eine breite Berliner Stadtgesellschaft als auch Gäste aus verschiedensten Regionen identifizieren können. Ein künstlerischer „Humboldt-Dschungel“ sähe spektakulär aus, öffnet Herz und Geist im Sinne der Humboldts und könnte Gegner und Befürworter des „Barockschlosses“ versöhnen.
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